Religion und Sprache im ORF

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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon marcus03 » Fr 19. Mai 2023, 17:39

mystica hat geschrieben:In der "Negativen Dialektik (1966)" findet sich eine denkwürdige Aussage Adornos

Das ist Adornos Sicht.

mystica hat geschrieben: Heidegger lässt sich darum nicht gut referieren, sondern kann nur durch ein sorgfältiges Lesen und Nachsinnen Heideggerscher Texte gelingen.

Und das kannst nur du?
Nachsinnen kann jeder und sich dabei zurechtspinnnen.
Was heißt NACHSINNEN? Spekulieren?
Hast du H. verstanden?

mystica hat geschrieben: Daher scheint er mir kein Heidegger-Experte zu sein.

Mag sein, dennoch kann er gut sehr argumentieren als nüchterner Realist, wie ich ihn kenne.

mystica hat geschrieben:Es tut mir leid, aber ich habe eine andere Sichtweise auf das NT und diese auch aus religionsphilosophischen und judaistischen Gründen hier im Forum in der gebotenen Kürze dargelegt, die mir persönlich die Wahrscheinlichste zu sein scheint.

Deine Meinung. Andere haben wohl begründete andere, die sich lange mit dem Ev befasst haben
(Schnackenburg, Michael Theobald, Joachim Gnilka u.a.)

mystica hat geschrieben:Leider maßt Du Dir, lieber Markus, ein böswilliges Urteil über mich an,

Es ist nicht böswillig, sondern ein klares.
Du teilst selber immer gerne aus, verwirrst und bist sehr fordernd.
Du hast schon viel angeeckt und maßlos überzogen (Das Forum sei judenfeindlich).

mystica hat geschrieben:diese persönlichen Attacken auf meine Person künftig zu unterlassen und mir mehr liebendes Mitgefühl und Empathie entgegenzubringen, wie Du es ja in Deiner Botschaft Jesu immer so eifrig verkündest...

Da solltest du bei dir selber anfangen.
Deine Volten und Erklärungen dafür verstehe nicht nur ich nicht.
Empathie ist nicht einer deiner großen Stärken, deine Emotionalität manchmal seltsam.
Deine Autoritätshörigkeit wirft Fragen auf: Wie sähe es ohne sie aus?
Wovon bist du persönlich überzeugt, was ist deine Glaubensbasis, an welchen Gott
glaubst du eigentlich? Den der Philosophen?
Jesus war kein Katheder-Philosoph oder Dozent aus den Fingern gesaugter Gedankenkonstrukte
voller Leerformeln, schön klingend ohne jeden praktischen Wert.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon medicus » Fr 19. Mai 2023, 19:54

Pax vobiscum et omnibus philosophis! Thema finita sit!
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon medicus » Sa 20. Mai 2023, 12:42

Schlusskommentar ((Friedrich Nietzsche)
Quod amore fit, semper fit ultra bonum et malum.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon mystica » Sa 20. Mai 2023, 20:26

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Zuletzt geändert von mystica am Mo 22. Mai 2023, 12:27, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon medicus » Sa 20. Mai 2023, 21:00

mystica hat geschrieben: mysterium ineffabile est.

Ergo et Mystica nostra ineffabilis est, an erro?
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon mystica » Sa 20. Mai 2023, 22:15

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Zuletzt geändert von mystica am Mo 22. Mai 2023, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon marcus03 » So 21. Mai 2023, 08:34

mystica hat geschrieben: Individuum enim ineffabile est. Quis hoc dubitet?

Tu verum es mysterium ineffabile, ex quo prudentiorem fieri perdifficilest.
Duo corda tuo in pectore palpitare videntur te ipsa ignorante, utrum fortius palpitet.
Deus quidem mysterium non iam est totum ex eo tempore, quo se relevavit in persona Christi,
ut Christiani crediderunt ab initio.
Tu quidem de Christo valde dubitare coepisse videris non vere intellegens, quas partes ille agat
in mysterio salutis et redemptione hominis.
Qui in summa nil aliud facere quam evolutionis crudelitatem perrumpere semper
studuit amore et charitate usus summa, quorum "dimensionem" tu adhuc aut non cognosse
aut false vel insufficienter interpretari videaris.
Ad quam rem vere intellegendam multo plus opus est studio philosphiae et theologiae,
quorum utrumque explicare non vere potest, quid sit amor quoque modo sentiatur liceat.
De amore loqui nemo vere potest nisi qui ipse amore affectus est vero et miraculum
amoris sui neglegentis seque dono dare volentis omnem expertus est.
Nec in theologia nec in philosophia et tu salutem invenies nec tuam propriam nec omnibus communem.
In cogitatione tua salutem numquam invenies nec vere beata fies. Illa est mea sententia
nil nisi id, quod "Ersatzbefriedigung" Theodisce appellatur.
Cogitans tantum adhuc nemo beatus redditus est nec umquam reddetur.
Hoc et ad te pertinet, quae optime cogitare et cogitata doctissime ac praestantissime exponere possis.
Deus cogitari non potest, potest quidem sentiri loco quoque, quo vere amatur, quodcumque hoc
sibi velit.
"Ubi sunt duo vel tres congregati in nomine meo, ibi sum in medio eorum."
nomen meum = animi mei habitus =in amoris spiritu et mente
In Christo Deus se ipsum spatium fecit facultatis amoris, eius amoris, quem mundus ante Iesum adhuc
nec viderat nec senserat. Illo amore genus humanum quasi oppressum est,quod nec comprehendere
nec credere nec accipere potuit putans talem amorem esse non posse vel ex Deo ipso oriundum esse,
qui neminem excluderet et omnium salutem cuperet.
Nulla in re alia salus humana positast nisi in persuasione, ut Deus in Christo creationem acceptaverit omnem in omne tempus.
"Dort, wo der Mensch ... selbstlos liebt, ist er an das unsagbare Geheimnis Gottes geraten." (Rahner)

PS:
Homini cuique opus est, qui se amat et a quo se amari scit sentitque.
Quoddam "quid" tantum sat non est.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon Tiberis » Mo 22. Mai 2023, 00:53

De Dei natura homines inani
litigant frustra studio atque vano.
Pro Deo prava ratione saeva
bella geruntur.

Ultor et iudex Deus est severus
an mihi peccata Deus remittit ?
Mente nostra qui capiemus illum
Insipiente ?

Attamen nobis Deus est in ipsis.
Quem polo non invenies in alto;
non in extrema regione mundi
invenietur.

Quem, si amas, sentis, itidem, si amaris.
Corde cui si das habitationem,
spiritum divi capies amoris
In tuo amore.
ego sum medio quem flumine cernis,
stringentem ripas et pinguia culta secantem,
caeruleus Thybris, caelo gratissimus amnis
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon marcus03 » Mo 22. Mai 2023, 06:29

Tiberis hat geschrieben:Quem, si amas, sentis, itidem, si amaris.
Corde cui si das habitationem,
spiritum divi capies amoris
In tuo amore.

:klatsch: :hail:
Ita est nec se res habet aliquo modo aliter.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon Sapientius » Mo 22. Mai 2023, 10:01

In der "Negativen Dialektik (1966)" findet sich eine denkwürdige Aussage Adornos: "Daher ist Philosophie wesentlich nicht referierbar.


Das sagte Platon auch schon, und deshalb hat er aporetische Dialoge geschrieben und seine Ideenlehre nirgends fest formuliert. Philosophie = Philosophieren.

Adorno hat Heidegger abgefertigt mit einem Aufsatz "der Jargon der Eigentlichkeit", aber er wird ihm nicht gerecht.
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon marcus03 » Mo 22. Mai 2023, 10:51

Sapientius hat geschrieben:und seine Ideenlehre nirgends fest formuliert.

Geheimlehre ?
7.Brief ?
https://www.information-philosophie.de/ ... 2&y=1&c=50

https://de.wikipedia.org/wiki/Siebter_Brief_(Platon)
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon Sapientius » Di 23. Mai 2023, 17:08

Die Schwierigkeiten mit der Idee kommen daher, dass die Idee kein Gegenstand ist, sondern ein Meta - gegenstand, soll heißen, sie ist eine Voraussetzung für Gegenständlichkeit überhaupt, aber sie ist als Gegenstand nicht fassbar; vergleichbar ist das Elektron: es ist nicht in Raum und Zeit eindeutig fassbar, aber es ist Voraussetzung dafür, dass es materielle Dinge gibt.

Die Idee ist also eine "Leerformel", so ungefähr hat Aristoteles gesagt, und gleichzeitig das oberste Ziel des philosophischen Bemühens; die Wahrheit finden wir zu fifty-fifty (Smiley).
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon medicus » So 28. Mai 2023, 12:26

»Veni creator spiritus«
:nixweiss:
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Re: Religion und Sprache im ORF

Beitragvon Sapientius » Mo 29. Mai 2023, 09:01

Kleine Pfingstbetrachtung

Der Hl. Geist verdankt sich dem vormodernen Weltbild, nach dem alles spontane Handeln von einem beseelten Wesen ausgeht; Kausalität verstand man nach dem Muster des Handwerkers, der ein Werkstück bearbeitet; Fernwirkung war noch unbekannt, die Gravitation noch nicht entdeckt, der freie Fall erst von Galilei erforscht. Die Moderne entdeckte die Selbstorganisation von Systemen, Autopoiese: der Körper kann die Zellen, die er braucht, selbst herstellen.
Die Theologie brauchte eine 3. Person, um dem Vorwurf des Polytheismus vonseiten der Juden und Muslime entgegentreten zu können; es bot sich der Neuplatonismus an; da war der Zentralbegriff das Eine, das sich in drei sogen. Hypostasen entfaltete. ...

(Hoffentlich liest Mystica das nicht!)
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